Was machen gegen den Virus?

Zu Beginn der Pandemie sind Drucker anders als vor ein paar Jahren bezahlbar und die Community ist bereits groß. Um gegen die Pandemie anzukämpfen haben viele „Maker“, wie sich die 3D Druck Enthusiasten nennen, dazu entschieden zu helfen. Da sie mit 3D Druckern die Möglichkeit haben etwas schnell herzustellen, ohne Gussformen zu benötigen, haben sie Equipment gedruckt. Gedruckt wurden vor allem Haken für Türgriffe, um den Kontakt zu minimieren und Faceshields als Masken Ergänzung. Dies wurde dann entweder über Organisationen wie beispielsweise Maker vs Virus oder direkt an lokale Läden oder ähnliches gespendet. Mit der Zeit verbreiteten sich Faceshields immer mehr als Masken Ersatz. Dies begrüßten wir nicht, da sie ursprünglich nur als Ergänzung gedacht waren. Um weiter öffentliche Einrichtungen zu unterstützen haben sogar Ämter 3D Drucker gekauft. Als die Faceshields nicht mehr als Ersatz zugelassen waren wurden die von den Ämtern genutzten Drucker an Schulen gespendet. Auf diesem Weg ist zum Beispiel der Sunlu zu uns gekommen. Aktuell werden in immer mehr Fällen FFP2 Masken zur Pflicht. Da diese sehr kurze Ohren-Bügel haben sind sie schnell unangenehm. Um dem entgegenzuwirken drucken wir nun auch Verbinder um diese hinter dem Kopf zusammen zu machen.

Das Hobby in einer Pandemie

3D Druck ist ein ideales Hobby in Zeiten von Isolation.

Du kannst das komplette Hobby ausüben, ohne auf öffentliche Räumlichkeiten oder andere Menschen angewiesen zu sein. Da 3D Druck Shops sowieso eher die Ausnahme als die Regel sind besorgt man sich Ersatzteile und Verbrauchsmaterialien fast ausschließlich im Internet. Reparaturen und Tuning müssen nicht durch Fachpersonal oder mit speziell Werkzeug durchgeführt werden. Diese können leicht durch Laien mit ein wenig Recherche und ein bisschen Werkzeug ausgeübt werden. Vorkenntnis wird nicht benötigt. Alles kann sich selbst digital beigebracht werden. Zusätzlich gibt es eine riesige online Comunity und viel Abwechslung beim 3D Druck. Es gibt die digitale Arbeit um ein Objekt zu zeichnen oder sich das gewünschte zu downloaden und dies für den Drucker druckbar zu machen. Die Faszination, dass etwas aus dem Nichts entsteht und das spätere Nachbearbeiten. Letzteres kann das Abnehmen vom Druckbett sein, bis hin zum Entfernen von Support, Schleifen, Bemalen und Zusammenbauen bis man sein perfektes Ergebnis hat.